Stadtumbau in Gera
Bieblach hat Zukunft
Liebe Bieblacher,
Ihr Wohngebiet soll als lebens-und liebenswerter Stadtteil erhalten und weiter aufgewertet werden. Mit diesen Informationen werden Sie über den Stand und die Inhalte der Rahmenplanung für Bieblach-Ost und den Bieblacher Hang in Kenntnis gesetzt.
Ausgelöst durch den zunehmenden Wohnungleerstand in Bieblach-Ost und den für die Stadt Gera prognostizierten Einwohnerrückgang wurde im Jahr 2000 ein städtebaulicher Rahmen- und Sozialplan für Bieblach in Auftrag gegeben. Ziel dieser Planungen war es, ein langfristige, realistische Strategie zur künftigen Entwicklung von Bieblach herauszuarbeiten und die Umsetzung erster Maßnahmen vorzubereiten und zu begleiten.
Die Rahmenplanung zielt darauf ab, den Wohnungsbestand in Bieblach an die Bevölkerungsentwicklung, vor allem aber auch an die Bedürfnisse der Bewohner anzupassen. Im Rahmen des Stadtumbaus sollen zeitgemäße Wohnformen und ein attraktiveres Wohnumfeld entstehen.
Nach intensiver Diskussion mit den städtischen Ämtern und den Wohnungsunternehmen wurde der Rahmen und Sozialplan im September 2002 durch den Stadtrat beschlossen.
Damit wurden der grundsätzliche Erhalt und die konsequente Aufwertung der beiden Stadteile un Verbindung mit einer langfristig zu verringernden Wohnungsanzahl in Bieblach-Ost bestätigt. An dem Rahmenplan werden sich die Künftigen Investitionsentscheidungen der Wohnungseigentümer und der Stadt orientieren.
Die Rahmenplanung, die mit der Geraer "Entwicklungskonzeption Wohnen" für die Gesamtstadt konform ist, bildet zugleich die Grundlage für dn künftigen Einsatz von Fördermitteln.
Juli 2009: Integriertes Entwicklungskonzept für Bieblach durch Stadtrat beschlossen
Der Stadtrat hat das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) für das Gebiet „Soziale Stadt“ Bieblach
bestätigt. Der Stadtteil ist seit dem Jahr 2000 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“ – Soziale Stadt“ aufgenommen und wurde bei einer Vielzahl von sozialen, baulichen und gemeinschaftlichen Maßnahmen fi nanziell unterstützt. Bereits vor vier Jahren hatte die Stadt für Bieblach als Fördervoraussetzung ein integriertes Handlungskonzept erarbeitet. Das Konzept bildete seitdem mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten für die Stadtteilarbeit eine wichtige Grundlage.
Jetzt wurde mit dem IEK diese Arbeitsgrundlage für die weitere Umsetzung denen „Bieblacher Werkstätten“ die prioritären Handlungsfelder als Grundlage für die künftige Umsetzung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen im Programm „Soziale Stadt“ abgestimmt und festgelegt. Schwerpunkte wie städtebauliche Entwicklung und Wohnen, die Wohnumfeldgestaltung und Verkehr, die Entwicklung der sozialen Infrastruktur, Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung zeigen die Vielfalt der Aufgaben bei der Weiterführung des begonnenen Stadtumbauprozesses in Bieblach.
Als kurz- und mittelfristige Ziele sind unter anderem die Beständigkeit der Stadtteilarbeit zu nennen. Seit diesem Jahr können die Bürger zusätzlich zweimal pro Woche die Zweigstelle des Stadtteilbüros in der Erich-Mühsam-Straße aufsuchen. Das verkürzt gerade für ältere Bürger vom Bieblacher Hang den Weg und bietet vor Ort die Chance zur Kontaktaufnahme mit der Stadtteilmanagerin Steffi Sauerbrei. Noch dieses Jahr soll mit der Aufwertung der Parkanlage „Grüne von Maßnahmen im Stadtteil erstmalig fortgeschrieben und an die aktuellen Bedingungen angepasst, um die Lebenssituation der Bieblacher zu stabilisieren und zu verbessern.
Bei der gleichzeitigen Bewertung der bisherigen Ziele und rreichten Ergebnisse konnte eingeschätzt werden, dass die Strategie zur Stadtteilentwicklung durchaus erfolgreich war. Zum Beispiel ist mit dem Stadtteilbüro ein fester Bürgeranlaufpunkt entstanden. Die Anwohner erhalten dort aktuelle Informationen und finden Gehör zu den Themen, die sie bewegen. Die im Stadtteil ansässigen Akteure wie Vereine, Bürgergremien, gemeinnützige Einrichtungen und engagierte Bürger haben bei der Erarbeitung des IEK mitgewirkt. Gemeinsam mit den Fachgremien der Stadt, unter Leitung des Fachdienstes Stadterneuerung und Einbeziehung des Büros Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Berlin, wurden in drei verschiedenen „Bieblacher Werkstätten“ die prioritären Handlungsfelder als Grundlage für die künftige Umsetzung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen im Programm „Soziale Stadt“ abgestimmt und festgelegt.
Schwerpunkte wie städtebauliche Entwicklung und Wohnen, die Wohnumfeldgestaltung und Verkehr, die Entwicklung der sozialen Infrastruktur, Bildung, Qualifi zierung und Beschäftigung zeigen die Vielfalt der Aufgaben bei der Weiterführung des begonnenen Stadtumbauprozesses in Bieblach. Als kurz- und mittelfristige Ziele sind unter anderem die Beständigkeit der Stadtteilarbeit zu nennen. Seit diesem Jahr können die Bürger zusätzlich zweimal pro Woche die Zweigstelle des Stadtteilbüros in der Erich-Mühsam-Straße aufsuchen. Das verkürzt gerade für ältere Bürger vom Bieblacher Hang den Weg und bietet vor Ort die Chance zur Kontaktaufnahme mit der Stadtteilmanagerin Steffi Sauerbrei.
Noch dieses Jahr soll mit der Aufwertung der Parkanlage „GrüneMulde“ begonnen werden. Einen Förderantrag dazu hat die Otto-Dix-Stadt Gera beim Thüringer Landesverwaltungsamt gestellt. Aus den gemeinsamen Gesprächen mit den Beteiligten wurde deutlich, dass ein Zusammenwachsen der beiden Bieblacher Gebiete als unumgänglich angesehen wird. Verbesserungen für das Zusammenwachsen der beiden Areale sollen nicht nur mit konzeptionellen Planungen vorbereitet, sondern auch künftig durch gemeinsame Veranstaltungen aktiviert werden.
Wichtigstes Ziel bleibt die Sicherung der bestehenden sozialen Einrichtungen und der bisherigen Angebote. Für den Erhalt der Zweigbibliothek als kulturellesAngebot im Stadtteil ist ein neuer Standort am Bieblacher Hang vorgesehen. Nur durch das große Engagement der Bürger und der Stadtteilakteure konnten die positiven Veränderungen erreicht und die Gebietsentwicklung sichtbar gefestigt werden. Die Aktivitäten fanden auch bei der Bundestransferstelle für die „Soziale Stadt“ ihre Würdigung.